
Mehr Ausgangsleistung für EMV- und HF-Anwendungen
PRÂNA RF hat die MT-Serie für den Frequenzbereich von 80 bis 1000 MHz grundlegend weiterentwickelt. Die neue Generation umfasst HF-Leistungsverstärker mit Ausgangsleistungen von 175 bis 4700 W CW. Damit adressiert die Serie professionelle Anwendungen in der EMV-Prüfung, der HF-Messtechnik und in anspruchsvollen Entwicklungsumgebungen.
Nach Angaben von PRÂNA RF ermöglicht der Einsatz neuer Halbleitertechnologie höhere Ausgangsleistungen, während die für Klasse-A-Verstärker typische Linearität und Betriebssicherheit erhalten bleiben. Für Anwender bedeutet dies eine breitere Auswahl an Leistungsklassen innerhalb eines einheitlichen Verstärkerkonzepts.
Technischer Kontext: Klasse-A-Betrieb und Signalqualität
Bei HF-Leistungsverstärkern für EMV- und Messanwendungen ist nicht allein die maximale Ausgangsleistung entscheidend. Auch die Linearität des Verstärkers und die spektrale Reinheit des Ausgangssignals beeinflussen die Qualität und Reproduzierbarkeit eines Prüfaufbaus.
Die MT-Serie arbeitet im echten Klasse-A-Betrieb. Für die Verstärker wird eine Harmonischenunterdrückung von deutlich mehr als 20 dB bei 1-dB-Kompression angegeben. Diese Eigenschaft ist insbesondere für Anwendungen relevant, bei denen unerwünschte harmonische Signalanteile möglichst gering gehalten werden sollen.
Acht Leistungsklassen von 175 bis 4700 W CW
Die neue MT-Serie deckt innerhalb des Frequenzbereichs von 80 bis 1000 MHz acht CW-Leistungsklassen ab:
- 175 W CW
- 310 W CW
- 640 W CW
- 1150 W CW
- 1600 W CW
- 1950 W CW
- 3400 W CW
- 4700 W CW
Die Abstufung ermöglicht es, die Verstärkerleistung entsprechend der benötigten Feldstärke, des verwendeten Prüfaufbaus und der im System auftretenden Verluste auszuwählen. Konkrete modellabhängige Daten zu Verstärkung, Anschlüssen und elektrischer Versorgung sind in den bereitgestellten Informationen nicht angegeben.
MT640: 640 W CW auf 7 Höheneinheiten
Als kompaktes Beispiel innerhalb der Serie nennt PRÂNA RF das Modell MT640. Der Verstärker liefert 640 W CW von 80 bis 1000 MHz und benötigt eine Einbauhöhe von lediglich 7 HE.
Diese Kombination aus Ausgangsleistung und Einbauhöhe ist vor allem für Labor- und Testsysteme relevant, in denen die verfügbare Rackfläche begrenzt ist. Abmessungen und Einbauhöhen der weiteren Leistungsklassen sind in den bereitgestellten Informationen nicht spezifiziert.
Integriertes Monitoring und sichere Systemeinbindung
Die Verstärker verfügen über integrierte Doppelrichtkoppler mit HF-Monitorausgängen für die Vorwärts- und Rückwärtsleistung. Dadurch können die Leistungsbedingungen innerhalb eines Prüfaufbaus überwacht und beispielsweise Rückwirkungen durch Fehlanpassungen erkannt werden.
- Farb-Touchdisplay: Lokale Bedienung und Anzeige direkt am Verstärker.
- Fernsteuerung: Anbindung über LAN, USB, GPIB oder RS-232.
- Doppelrichtkoppler: HF-Monitorausgänge für Vorwärts- und Rückwärtsleistung.
- Hardware-Interlock: Einbindung in die Sicherheitslogik eines Labor- oder Prüfsystems.
Die verschiedenen Steuerungsschnittstellen erleichtern die Integration in manuelle und automatisierte Prüfplätze. Welche Fernsteuerbefehle, Softwarefunktionen oder Protokolle unterstützt werden, ist in den bereitgestellten Informationen nicht angegeben.
Modularer Aufbau für eine hohe Anlagenverfügbarkeit
Die MT-Serie ist modular aufgebaut. Dieses Konzept soll einen schnellen Service unterstützen und die Verfügbarkeit des Gesamtsystems erhöhen. Bei Ausfall einzelner Komponenten kann der Verstärker nach Angaben des Herstellers mit reduzierter Leistung weiterbetrieben werden.
Für Prüflabore und Entwicklungsabteilungen kann dieser Betriebsmodus relevant sein, wenn ein vollständiger Stillstand des Prüfplatzes vermieden werden soll. Die unter solchen Bedingungen verfügbare Restleistung wird in den bereitgestellten Informationen jedoch nicht spezifiziert.
Typische Einsatzbereiche
- EMV-Prüfungen: Bereitstellung hoher HF-Ausgangsleistungen für professionelle Prüfumgebungen.
- HF-Messtechnik: Verstärkung von HF-Signalen innerhalb von Labor- und Messaufbauten.
- Forschung und Entwicklung: Einsatz in anspruchsvollen Entwicklungs- und Validierungsaufgaben.
- Automatisierte Testsysteme: Integration über LAN, USB, GPIB oder RS-232.
- Modulare Laboranlagen: Systemaufbauten mit Leistungsmonitoring, Interlock und hohen Anforderungen an die Verfügbarkeit.
Auswahlkriterien für Labor und Prüfsystem
Für die Auswahl eines geeigneten MT-Verstärkers sind insbesondere die benötigte CW-Ausgangsleistung, der Frequenzbereich des Prüfaufbaus, die erforderliche Rackfläche sowie die gewünschte Steuerungs- und Monitoring-Architektur zu berücksichtigen. Auch die Vorwärts- und Rückwärtsleistungsüberwachung sowie die Einbindung des Hardware-Interlocks können für die Systemplanung entscheidend sein.
Modellspezifische Angaben zu Verstärkung, HF-Anschlüssen, Netzversorgung, Kühlung und Abmessungen der weiteren Varianten sind in den bereitgestellten Informationen nicht enthalten und müssen für die konkrete Konfiguration separat geprüft werden.
EMCO unterstützt bei der technischen Auswahl
EMCO unterstützt Anwender bei der Auswahl der geeigneten Leistungsklasse und bei der technischen Einordnung des Verstärkers in bestehende oder neue EMV- und HF-Prüfsysteme. Dabei können die benötigte Ausgangsleistung, die Systemverluste, die Monitoring-Anforderungen, die Fernsteuerung und die verfügbare Einbaufläche gemeinsam betrachtet werden.